Back in Melbourne

Dienstag, 22.07.2014

Hallo ihr Lieben!

Zurueck in Melbourne melde ich mich mal wieder bei euch.
Nachdem ich das letzte Mal geschrieben habe, sind wir wie gesagt nach Hervey Bay gefahren. Allein dort anzukommen war schon abenteuerlich, weil wir unseren Bus beinahe verpasst haetten, weil wir dachten, dass er eine Stunde spaeter faehrt und nur durch Zufall sind wir dann im letzten Moment noch ins Taxi gesprungen und haben grade so den Bus gekriegt. Das war dann auch Gott sei Dank die erste und einzige Nachfahrt, man solls kaum glauben, aber im Flugzeug schlaeft es sich doch besser als im Bus. Endlich angekommen haben wir dann einen Tag im furchtbar langweiligen Hervey Bay verbracht, bevor es nach Fraser Island gegangen ist. Und das war an der ganzen ostkueste mein absoluter Lieblingsplatz. Wir hatten eine super Gruppe, tollen Guide, perfektes Wetter, klares Wasser und der Strand dort ist ein eingetragener Highway, da die ganze Insel sowieso aus Sand besteht. Danach gings durch Rainbow Beach wieder auf's Festland, wo wir dann leider das unglaubliche Deutschlandspiel gegen Brasilien verschlafen haben (wer kann denn schon ahnen, dass die auf einmal gewinnen!?), bevor es weiter nach Noosa ging. Dort haben wir uns dann auf einen zweitaegigen Kanutrip gemacht. Self-guided versteht sich. 11 Leute (natuerlich 7 Deutsche) haben sich dann in die Wildnis der Everglades begeben (leider weiss ich immernoch nicht, was genau Everglades sind). Und erstmal verfahren. Irgendwo haben wir wohl eine falsche Ausfahrt genommen, und ja dann sassen wir da. Nach ca. 2 Stunden Umweg haben wir es dann doch irgendwann ins Camp geschafft, standen dann aber direkt vor der zweiten Huerde. Zelte aufbauen. Eigentlich ja einfach, aber leicht gesagt, als getan, wenn man 6 Zelte hat, aber alle leider nur halb bis viertel vollstaendig. Mit viel Kreativitaet, viel Fluchen und Lachen haben wir es dann am Ende doch geschafft, unser kleines Dorf fuer die naechsten zwei Naechte aufzubauen. Man darf nun nicht vergessen, dass wir uns hier mitten im Winter befinden. Das heisst, dass nacht dann halt auch schon um 6 Uhr anfaengt. Gluecklicherweise hatten wir wenigstens Vollmond, da konnten wir dann trotz mangelnder Elektrizitaet noch was sehen, bis wir dann um 8 ins Bett gegangen sind. Heizen kann der Mond naemlich nicht, so waren wir alle zunaechst froh in unsere Schlafsaecke zu kriechen. Bis wir festgestellt haben, dass es leider nicht waermer ist. Nur deutlich ungemuetlicher. Da sind am naechsten Morgen alle gerne um 6 uhr aufgestanden. Und los gings wieder in die Kanus. Zu irgendso einem Sandpatch. Niemand konnte sich so wirklich was darunter vorstellen und auch als wir am vermeindlichen Zielort angekommen sind nicht. Denn erstmal mussten wir 6 Kilometer durch den Sand einen Berg hochwandern. Hat Spass gemacht. Nicht. Als wir allerdings endlich oben angekommen sind, hat es sich dann doch gelohnt. Denn aus dem Nichts hat sich quasi eine Wueste vor uns aufgetan. 100m ueberm Meeresspiegel. Es war schon ziemlich beeindruckend zu sehen, auf der einen Seite die Waale im Meer spielen und auf der anderen Seite die spiegelglatte Oberflaeche der Everglades zu sehen. Der Rueckweg und der Rest des Trips war ziemlich genauso wie vorher (abgesehen davon, dass es in der zweiten Nacht die kaelteste Nacht seit 130 Jahren war, wie uns der Ranger erklaert hat) und wir waren alle froh und erschoepft als wir am nachsten Morgen endlich wieder am Pick-Up Punkt angekommen sind.
Den Rest unserer Zeit in Noosa (1 Tag) wurde dann auch mal mit Erholung verbracht, bevor es weiter nach Brisbane ging. Dort haben wir dann (wieder Mal) bei einem Bruder von meinem Gastvater gewohnt. Wie schoen es ist 4 naechte im gleichen Bett zu schlafen wurde uns erst da  klar. Viel haben wir allerding nicht in Brisbane gemacht, bisschen shoppen, bisschen essen, bisschen verwoehnen lassen, bisschen Koala knuddeln, bisschen Kino. Und dann gings auch schon wieder zurueck nach Melbourne :) EEEEEEENDLICH!
Ich konnte es kaum abwarten endlich wieder bei meiner Gastfamilie zu sein. Allerdings sind wir erst mal wieder bei einem Bruder von meinem Gastvater fuer eine Nacht untergekommen (wie viele Menschen gibt es in dieser Familie!!!??), damit wir nicht erst nach Woodend und dann wieder zurueck nach Melbourne fahren mussten. So hab ich meine liebe Familie dann am Freitag eeeendlich wieder gesehen, ich hab fast geheult (wie wird das wohl wenn ich wieder in Deutschland bin :O). Das Wochenende haben wir dann dort verbracht und ich habe es richtig genossen wieder zuhause zu sein. :) Viel gemacht haben wir dort auch nicht, nur die zeit zusammen genossen, bevor Anni und ich dann am Montag in die Shoppingparadise von melbourne gestuertzt sind und viel zu viel Geld ausgegeben haben. Am naechsten Tag war dann auch schon wieder Tag an dem die liebe Anni sich wieder nach Deutschland gemacht hat und ich endlich in Les Miserables gegangen bin (BESTES Musical was ich je gesehen hab!) Dort war ich wieder mit der "Cousine" mit der ich auch schon in Wicked war. Am naechsten Tag hab ich dann auch ihre Freunde kennengelernt und wir hatten einen richtig lustigen Tag zusammen, bevor ich mich dann engueltig von Melbourne verabschieden musste, um wieder nach Woodend zu fahren. Dort hab ich mich dann Mal meinem Gepaeckchaos gewidmet, weil ich das leider nicht alles mit nach WA nehmen konnte, und mein gastvater mir netterweise einen Trucktransport nach Sydney zur Verfuegung stellt. (Ein Grossteil musste auch leider dran glauben, trotzdem hab ich noch ca 60kg Gesamtgepaeck) Und am naechsten Tag war es dann soweit. Der letzte Abschied von meiner Gastfamilie (ausser meinem gastvater, den sollte ich nochmal sehen). Das war wieder ein besonders traenenreicher Tag, und auch die 4 Stunden im Flugzeug nach Perth waren nicht angenehemer. Und auch nicht, dass ich mich in Perth mit 15 Kilo zu tragendem Gewicht verlaufen habe und 2 Stunden mein Hostel gesucht habe. Am naechsten Tag gings auf meinen 10-Tages-Roadtrip, der Gott sei Dank deutlich besser war! Dazu mehr im naechsten Post! 

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Dann machen wir mal die Ostkueste unsicher!

Freitag, 04.07.2014

Nachdem wir uns der Mitte von Australien gewidmet haben, ging es dann an die Ostkueste. Erster Stop: Sydney! Da ich das Vergnuegen ja schonmal hatte, und den ganzen Touristenkram nicht zwingend nochmal sehen musste (und aus Geldgruenden :D) sind Anni und Kathrin in Stadtzentrum im Hostel eingezogen, waehrend ich bei Anthony, einem Bruder von meinem Gastvater, und seiner Familie untergkommen bin. Mit Sohnemann Lachlan war ich ja im Maerz schon beim Grand Prix, daher kannten wir uns ja schon und hatten unendlich viel Spass zusammen. Aber auch mit seinen Eltern. Wir sind im Pub essen gegangen, haben die "spekatkulaeren" Fischmaerkte von Sydney gesehen (tatsaechlich bin cih ueber mich hinausgewachsen und hab mich nur von Fisch ernaehrt und eigentlich ist das ja doch nicht so ekelig wie ich dachte :D), waren bei Bondi Beach und ich bin einfach direkt wieder in den Genuss und die Herzlichkeit der Familie Cahill geraten, hatte eine wirklich tolle Zeit dort und bin unendlich verwoehnt worden! Den zweiten Teil meines Aufenthaltes in Sydney hab ich dann wieder bei der lieben Maddi verbracht und wir hatten zwei richtige Maedchentage. :) 
So ging diese Woche auch recht schnell vorbei, und weiter ging es hoch nach Cairns. Dort haben wir dann die ueblichen Sachen gemacht, wenn man im Australien im Urlaub ist. Schnorcheln im Great Barrier Reef, Cape Tribulation, Daintree Rainforest, Port Douglas, Atherton Tablelands...
Da schwimmt dann auch schonmal mit irgendwelchen Riesenfischen durch den Ozean, laeuft durch den aeltesten Regenwald der Welt, trifft Krokodile unterwegs, wenn man mit der Faehre von der einen Seite des Flusses auf die andere will und macht mal eben die Herbal Essences Werbung an den Milla Milla Falls nach. Ich kann immernoch nicht glauben, was man hier so alles erlebt und sieht. Und dann gings am letzten Abend in Cairns nochmal mit der lieben Adina, die doch tatsaechlich in North Quennsland nochmal wieder getroffen habe (klein ist die Welt), um 2 Uhr morgens die deutschen Jungs in ihrem letzten Gruppenspiel anfeuern.
Auf unserem Weg Richtung Sueden haben wir dann einen kurzen, recht unspekatkulaeren aber entspannten Stop auf Magnetic Island gemacht, bevor es weiterging nach AIRLIE BEACH!
Und von hier aus gings auf unsere 3-Tages Bootstour in die unglaublichen Whitsunday Islands! Fuer alle die es nicht wissen, ich hab bereits ein paar Mal recht unangenehme Erfahrungen mit Seekrankheit gemacht, aber diesmal hab ich zumindest den ersten Tag ziemlich gut ueberstanden. Ich hab sogar das Boot gesteuert! Opa, du waerst stolz auf mich ;) Nach einem ziemlich guten Abendessen, wurden die Reste dann ueber Bord geworfen und siehe da, auf einmal gesellen sich zwei Delfine zu uns und haben bestimmt ne Viertelstunde um unser Boot rumgetollt! :) Recht frueh ins Bett gings danach aber, weil fuer mich am naechsten Tag mein allererster Tauchgang bevorstand! Ich war natuerlich ziemlich aufgeregt, aber nachdem ich in Cairns nur schnorcheln war und ich meinen alten Herrn zuhause ja auch nicht enttaeuschen wollte, gings dieses Mal dann runter auf 12 Meter und ich muss sagen, ich kann es kaum erwarten meine Tauchlizenz zu machen. Das da unten ist einfach eine andere Welt und total ueberwaeltigend! Nach Tauchen und Schnorcheln haben wir dann Whitehaven Beach angesteuert. Ich muss ja sagen, der Sand und das Wasser in der Karibik damals war schon ziemlich beeindruckend, aber sowas hab ich noch nie gesehen. Der Sand ist der reinste den es gibt auf der Welt und wirklich WEISS! Aber erstmal hatten wir einen, sagen wir mal recht stuermischen Wind dorthin. Und das war nicht nur meine Meinung, sondern auch die der Crew. Und ca. 20 von 30 Passagieren haben sich auf dem hinteren Ende des Decks (Heck!?) getuemmelt und jeder hat sich seinen Platz an der Reling gesichert. Allerdings hab ich die drei Horrorstunden ohne kotzen ausgehalten, yeaaaaah! ;D Danach konnten wir uns dann erstmal von diesem Trip am Strand erholen bevor dann zum Abendessen wieder in See gestochen wurde, diesmal allerdings ohne irgendwelche Probleme, das hat am naechsten Tag wieder auf uns gewartet, aber diesmal waren alle mit ihren Tabletten ausgestattet und alles war gut :)
Bevor wir wieder an Land gehen durften, haben wir allerdings noch ein Frage-Antwort-Spiel gespielt, bei dem die Verlierer leider loeffelweise Vegemite essen mussten, und das nichtmal fuer jemanden wie mich, der das Zeug liebt (es schmeckt wie Maggi, nur in ziemlich starker Konzentration) echt ekelhaft. Aber fuer alle anderen lustig anzusehen. Zurueck in Airlie ging es dann abends zum Abschluss der Tour wieder in eine Bar und ordentlich gefeiert.
Bevor wir weiter runter reisen, haben wir dann noch zwei Tage Pause in Airlie Beach gemacht, manchmal braucht man ja auch Urlaub vom Urlaub ;) So habe ich also gestern dann endlich noch das letzte Familienmitglied der Familie Cahill getroffen, das bisher noch von mir verschont geblieben war und hier oben auf einer der Inseln arbeitet. Wir hatten einen ziemlich lustigen Nachmittag und jetzt habe ich sie auch endlich alle beisammen! :D

Heute abend geht es dann weiter nach Hervey Bay und von da aus starten wir am Sonntag unsere Fraser Island Tour. Mehr dazu dann danach, hoffentlich etwas schneller als dieses Mal.

Bis dahin xxxx

Lasst das Reisen beginnen!

Donnerstag, 26.06.2014

Hallo ihr Lieben!

Nach einer viel zu langen Schreibpause, habe ich natuerlich viel zu berichten. Mal wieder.
Meine letzten zwei Wochen mit meiner Gastfamilie waren mehr als gelungen. Wir haben fast jede Sekunde miteinander verbracht, gelacht, geredet, geweint und auf einmal sind uns noch 100 Dinge eingefallen, die wir eigentlich noch haetten machen koennen. In meiner allerletzten Woche bin ich dann jeden Tag mit einem Geschenk verwoehnt worden  (fing mit Socken, Unterwaesche und Armbaendern an und hat mit Kinobesuch im Luxuskino, einem Footy-Spiel im Stadion und einer 4-stuendigen Wellnessbehandlung aufgehoert), jeden Tag wurde durfte ich mich aussuchen was es zu essen gab und jeden Tag wurden wir alle trauriger. Bis ich dann tatsaechlich am 11.06 zum letzten Mal die Kinder ins Bett gebracht habe, zum letzten Mal einen Film mit meinen Hosts geguckt habe (The Sound of Music, sooooo ein schoener Film!) und dann noch die halbe Nacht meinen Koffer gepackt habe. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo mein ganzes Gld hingegangen ist, weil ich doch eigentlich nichts gekauft habe. Dachte ich. Man glaub gar nicht, was sich so ansammelt. Und obwohl ich schon jede Menge erbarmungslos in den Muekkeimer geschmissen habe, hab ich trotzdem bestimmt (und das ist leider wirklich keine Oebertreibung) 20 Kilo mehr als vor 9 Monaten. Nach 3 stuendiger Arbeit habe ich es dann geschafft es auf die erlaubten 20 Kilo plus 10 Kilo hangepeack zu bringen und bin dann zum letzten Mal in mein Bett gegangen. Und am naechsten Morgen wurde sich utner Traenen und Traenen verabschiedet. der erste Abschied war schwer, aber was ich mache wenn ich mich in 4 Wochen nach meinem Besuch zum Zweiten Mal und dann auch endgueltig verabschiede, weiss ich nicht..
Naja am Flughafen hab ich mich dann einigermassen beruhigt und als ich in Alice Springs angekommen bin war die Freude dann doch auch endlich da. Am naechsten Tag gings dann endlich los auf die erste Tour ins Red Centre von Australien. An Uluru hat meine Reisegruppe dann endlich Anni und Kathrin eingesammelt und da war nach 9 Monaten die Freude natuerlich gross. Die naechsten drei Tage haben wir dann im Outback verbracht, haben uns mit eingigen Ausnahmen mit einer unglaublichen aetzenden Reisegruppe rum geschlagen und uns Uluru, Kata Tjuta und Kings Canyon angeguckt und unterm sternenhimmel geschlafen. Nichts da mit Zelten oder so. Wir haben naemlich den Swag. :D Der hat hier aber eben auch die Bedeutungs eines Wasserfesten Schlafsacks mit eingbauter Matratze. War schon ziemlich cool. Und auch selbstgebackenes Bierbrot. Das war wirklich lecker. Im Gegensatz zu irgendwelchen Maden die uns unser Tourguide andrehen wollte. Die haben dann doch die meisten dankend abgelehnt. Danach ging es zum Camp auf der Kings Creek Station, wo dann richtiges Campessen gekocht wurde. Was so ein Lagerfeuer nicht alles zaubern kann! :) Am naechsten Tag haben wir uns Kings Canyon angeguckt, der allen mit Abstand am besten gefallen hat, weil es eben etwas spannender ist als Uluru, der im Grunde genommen einfach nur ein grosser Berg ist. (Allerdings auch etwas gefaehrlicher, wie sich heraus gestellt hat, ist ca. zwei Stunden nachdem wir den Canyon wieder verlassen haben eine junge Britin in den Tod gestuerzt, schon ziemlich gruselig). Auf dem Weg nach zuruck nach Alice Springs haben wir dann noch auf einer Kamelfarm halt gemacht und sind Rennkamele geritten, aber ich muss gestehen, dass mir Pferde doch lieber sind. :D Im Hostel angekommen, wurde die erste Dusche nach drei Tagen dann doch ordentlich genossen, bevor wir abends mit der ganzen Truppe in der oertlichen Bar unser Ueberleben begossen haben. :) An meinem letzten Tag in Alice Spings hab ich dann auch doch noch meine letzte Angst ueberwunden und hab mir ne 3 Meter Python um den Hals haengen lassen. Es war zwar nicht so schlimm wie erwartet, trotzdem gehoeren Reptilien einfach nicht zu meinen besseren Freunden. ;)
Am naechsten Tag gings dann wieder zurueck in die Zivilisation nach Sydney, aber dazu komme ich in meinem naechsten Eintrag!

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Das Ende und der Anfang naht haha!

Mittwoch, 28.05.2014

Hallo ihr da drüben!

Was macht euer Sommer? Haha. Hier hat der Herbst nun endgültig zugeschlagen und es ist kalt, windig und regnet am laufenden Band. Das ist das einzige, was den Abschied leichter macht, der in zwei Wochen bevorsteht. Dann geht's (endlich?!) los. Aber bis dahin wird die Zeit mit der Gastfamilie noch gründlichst genossen. Langsam wird uns aber allen klar, dass es wirklich bald vorbei ist und wir alle sind traurig und ich persönlich kann das ganze nur als absolutes Gefühlschaos beschreiben. Ich freue mich natürlich total darauf zu reisen, die liebe Anni zu treffen und endlich was anderes als Haushalt und Kinderbetreeung zu machen, aber andererseits verlasse ich mein zweites Zuhause. Oft sagt man das ja nur so, aber es ist wirklich ein Zuhause geworden und ich weiß nicht, wann ich meine zweite Familie je wieder sehe. Ich hab die einfach alle so sehr ins Herz geschlossen und kann mich nur wiederholen, wenn ich sage, dass mir hier in Australien nichts besseres hätte passieren können!

Seit meinem letzten Blogeintrag ist nicht so viel passiert, außer dass ich viel gearbeitet habe, weil mein Gastvater für die letzten zwei Wochen nicht da war. Zwischendurch war ich dann auch mal für ein ganzes Wochenende mit den Kids alleine, weil meine Gastmutter zur gleichen Zeit ihren Halbmarathon an der Great Ocean Road gelaufen ist (so viel Respekt dafür :O), und das hat dann mit Höhen und Tiefen auch ganz gut geklappt. Es ist halt einfach alles "normal" geworden. Ob es das am Ende leichter oder schwerer macht wird sich dann in zwei Wochen zeigen. Beide Hosts hatten im Mai Geburtstag und da wurde zwar nicht groß gefeiert, aber auch diese kleinen Festlichkeiten haben uns nochmal zusammen geschweißt (und waren natürlich mit Bergen von Essen verbunden :D)
Natürlich jetzt wo es langsam aufs Ende meiner Zeit hier zugeht, hab ich mich natürlich nochmal mit allen so richtig angefreundet. Mit unserer Nachbarin, mit der ich ein paar mal Reiten war (hab mein neues Traumpferd gefunden, das sogar eigentlich meinem Gastvater gehört, und wenn ich nur ne Woche früher hier gewesen wäre, dann hätte ich ihn haben können, aber da war er schon der anderen Straßenseite versprochen :'(((((((( ), mit den Nichten meiner Gastmutter, mit denen ich feiern war, und die mich an Muttertag mit zum essen und in die Stadt genommen haben, und mit denen ich Wicked (die Karte hab ich dann einfach mal so geschenkt bekommen) und Les Mis (die Karte hab ich allerdings selber bezahlt :D) als Musical angucken werde, und mit dem Mädchen aus der nächsten Stadt (Vanessa), die ich als allererstes beim Babysitten im Park kennengelernt hab und mit der ich mich immer mal wieder getroffen habe und von der ich mich letzten Sonntag schon verabschieden musste!

Naja, jetzt hör ich mal auf mit der Heulerei, ich hab nämlich ein super Wochenende vor mir, es geht (wie gesagt) in die Stadt um Wicked zu sehen und von Sonntag auf Montag gehts dann doch noch runter an die Great Ocean Road. Kaum zu glauben, dass ich seit mehr als 8 Monaten in Victoria bin und mir jetzt erst das eigentliche "Highlight" angucke. Abgesehen davon werde ich einfach jede freie Sekunde mit meiner Familie verbringen! Und mich riesig auf meine Reise freuen! Aber bevor es losgeht melde ich mich bestimmt (oder eher hoffentlich, bei meiner Schreibmotivation hier :D) nochmal.

Bis dahin 10000 Küsse!
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Besuch aus Sydney und Vollzeitmami

Mittwoch, 07.05.2014

Hier kommt dann auch direkt Teil 2 :)

Vor zwei Wochen hab ich mich dann morgens auf den Weg gemacht, um die liebe Maddi aus Sydney vom Flughafen abzuholen (Wer sich nicht mehr erinnert: Maddi war vor zwei Jahren in Deutschland, um meine Freundin Elena zu besuchen, die das Jahr davor ein Auslandsjahr in Australien gemacht hat. Und letzten Dezmeber haben wir uns dann das erste mal wieder in Sydney gesehen). Die Fahrt zum Flughafen und besonders zum Abholpunkt hat sich leider als schwieriger als gedacht erwiesen, da ungefähr ab halber Strecke alles voll mit Straßenarbeiten war (allerdings war es ziemlich lustig zu sehen, dass wie ein Bauarbeiter den anderen in den Dreck geschubst hat, richtige Mates die beiden). Naja nach gefühlten 100 Stunden hab ich mich in diesem viel zu großen Auto (Dans Chevy-Ute) durch alle Baustellen gequält und hab dann auch endlich den richtigen Pick-up Point gefunden. :)
Da Maddi, wohlgemerkt gebürtige Australierin, noch nie in Melbourne war, sind wir als allererstes direkt in die Stadt gefahren und zu meinem ganzen Stolz bin ich das erste Mal durch Melbourne gelaufen und hatte wenigstens ein bisschen das Gefühl mich auszukennen. Das Problem der Melbourner Blocks ist nämlich, dass alles gleich aussieht, aber trotzdem entdeckt man jedes Mal, wenn man durch die Straßen läuft irgendwas neues. Ich hab natürlich wieder viel zu viel Geld ausgegben und mein Plan zu von jetzt an zu sparen ist komplett in die Hose gegangen. Aber man lebt ja bekanntlich nur einmal. Nachdem wir den Donnerstagvormittag wieder in der Stadt (auf dem Queen Victoria Market) verbracht haben, sind wir nachmittags nach Woodend gefahren, damit Maddi meine Gastfamilie kennenlernen konnte! Alle haben sich super mit ihr verstanden und wir hatten eine super Zeit zusammen, allerdings sind wir recht früh ins Bett gegangen, weil am nächsten morgen um 4 Uhr der Wecker geklingelt hat. Am 25.04 ist nämlich Anzac-Day. Australian and New Zealand Army Call. Jedes Jahr wird hier an den großen Verlust der Australier in der Türkei im ersten Weltkrieg erinnert. Oder so ähnlich. Und jedes Jahr gibt es morgens überall im Land einen Dawn-Service. Und da wir direkt neben Mt Macedon wohnen, und oben auf dem Berg ein Memorial Cross steht und es dieses Jahr 100 Jahre-Feier war, sind wir alle zusammen dort hoch gefahren. Ich hab neulich noch gedacht, wie ich eigentlich den deutschen Winter wieder überstehen soll, allerdings hatte ich um 5 Uhr morgens mitten aufm Berg "endlich" wieder das vertraute Gefühl eingefrorerner Zehen. :D Abgesehen davon war diese ganze Sache ziemlich beeindruckend und bewegend. Es werden Briefe gelesen, die "Geschichte" erzählt und am Ende mit Blumengaben allen Verstorbenen gedacht. Allerdings war ich trotzdem froh, am Ende endlich wieder im warmen Auto auf dem Weg nach hause zu sitzen.
Der Rest des Freitags wurde zuhause mit den Kids verbracht, weil meine Gasteltern beim Footy waren (Also ich dachte ja schon Cricket ist seltsam, aber Australian Football ist echt unfassbar :D). Wir haben allerdings unseren Nachbarn einen Besuch abgestattet und endlich saß ich mal wieder in einem normalen Sattel und nicht in diesen komsichen, ungemütlichen australischen Westernsätteln und hab wieder ein paar Sprünge genommen :) Abends durfte ich dann noch meine leicht angetrunkenen Hosts von der Bahnstation abholen und wir hatten natürlich einen Riesenspaß zusammen.
Am nächsten Tag war dann Alberts Geburtstag. Kleiner Mann wird 4, das ist natürlich was ganz großes! Sein bestes Geschenk waren allerdings Pancakes zum Frühstück, was allerdings niemand so richtig verstanden hat, weil es die ja jeden Samstag und Sonntag zum Frühstück gibt. :D Wir haben allerdings den größten Teil des Samstags in Woodend verbracht, denn wen mal als Großstatkind aus NSW schonmal in einer Countrystadt in VIctoria ist, dann muss die natürlich ausgiebig begutachtet werden. Abends sind wir noch ins KIno gegangen und haben es uns weiter gut gehen lassen mit "The Other Woman", obwohl wir mehr über den 80-jährigen Opa neben uns, als über den Film lachen mussten (was nicht an dem Film lag, der war klasse, aber der Opa hat einfach die unmöglichstens Kommentare zu den unmöglichstens Stellen fallen gelassen :D)
Sonntag gings dann mit der Geldausgeberei weiter, weil wir nocheinmal in die Stadt gefahren sind und mein Geld hat sich auf den Weg in die Kassen eines kleinen aber feinen Marktes am Strand begeben. So haben wir dann den letzten gemeinsamen Tag auch noch schön verbracht und auch nochmal ein paar von den mittlerweile so seltenen Sonnenstrahlen genossen. 

Allerdings war letzte Woche Montag dann Schluss mit lustig, Maddi musste zurück nach Sydney in die Uni und auch für meine Gastmutter hieß zurück an die Arbeit und diesmal im Sinne von "Referendariat während eines einwöchigen Camps". Da wurde ich dann für eine Woche kurz mal zu Vollzeitmami, aber ich bin ziemlich zufrieden mit mir und ich finde, dass ich meine Aufgabe ziemlich gut gemeistert habe, da wir alle noch froh und munter sind und uns auch immernoch lieb haben! :D Allerdings hab ich mir danach erstmal ein ziemlich faules Wochenende mit viel Schlaf und "Nichts-Tun" gegönnt. Allerdings wars auch viel zu kalt und grau, um irgendwas aufregendes zu machen, während wir heute den absoluten Traum-Herbsttag verbringen durften, der dann direkt mal im Park zelebriert wurde! :) Grade habe ich mit Daniel und Jane "The Voice" geguckt und den Tag mit einer heißen Schokolade ausklingen lassen. Das wird mir sicher fehlen. :(

Jetzt allerdings düse ich ab in mein Bett, damit ich morgen wieder ausgeschlafen in mein morgendliches Workout starten kann! :)

Gute Nacht und 1000 Küsse
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Australisches Ostern und Rollentausch :)

Dienstag, 06.05.2014

So es ist nach viel zu langer Pause mal wieder an der Zeit meinen Blog auf den neusten Stand zu bringen!

In den letzten 5 Wochen war hier einiges los und ich kann gar nicht glauben, dass es hier mit meiner Gastfamilie langsam aufs Ende zugeht. 5 Wochen hab ich noch und dann treffe ich meine lieben Sticherling-Schwestern in Alice Springs und er erste Teil meiner großen Reise kann endlich losgehen, und ich freue mich auch schon total darauf. Das ist wahrscheinlich auch das einzige, was meinen Abschiedsschmerz hier wenigstens ein bisschen lindern können wird. Denn grade in den letzten Wochen hab ich hier nochmal viele Sachen erlebt, die mich nochmal besonders fest mit meiner Familie zusammen geschweißt haben.

Anfang April hatte ist meine kleine Amelia nämlich 2 geworden und das wurde natürlich mit einer pinken Geburtstagsparty ordentlich gefeiert. :) Freunde sowie Familie waren hier und da ganze war ungefähr genauso aufwändig wie mein 18. Geburtstag (Beteiligte wissen wovon ich spreche :D). Und danach standen hier auch schon die Osterferien auf dem Programm. Da diese aber erstmal nur für die Schule und nicht die Uni waren, hieß das für mich im Grunde genommen nur, dass ich noch einen mehr unter meiner Obhut hatte. Was dann auf die Dauer (von genau einer Woche haha) doch irgendwann anstrengend wurde, weil es hier ja herbstlich wird und wir aufgrund von Wind und Wetter größtenteils im Haus gefangen waren. In der zweiten Woche sind mein Gastvater und mein ältester Reuben dann aber auf eine Trucktour gefahren und da war ich dann doch neidisch, dass ich nicht mitkonnte, sowas hab ich nämlich bisher noch nicht gemacht. :(
Allerdings hatten wir trotzdem nochmal alle zusammen Urlaub, weil wir über Ostern mit der gesamten Familie meine Hostdads (5 Geschwister mit jeweils ihren Familien) nach Yarrawonga oder Mulwala gefahren sind. Frag mich nicht warum, aber die Stadt hat zwei Namen, weil sie auf der Grenze zwischen New South Wales und Victoria an einem großen See liegt. Das hieß, dass uns eine ca. 3-stündige AUtofahrt bevorstand, aber ich saß schön hinten auf der Rückbank und hab Filme geguckt, als Kind lässt es sich schon reisen. Dachte ich. Bis Amelia uns das Aoto vollgekotzt hat. Zwei Mal. Da war das ganze dann doch nicht mehr so super witzig. Irgendwann sind wir also dann natürlich wie immer viel zu spät angekommen. Alle anderen waren schon längst da und hatten sich schon die besten Betten geschnappt, aber was solls. Ich kann mich ja sowieso nicht beklagen über nen kostenfreien Urlaub in ner Luxusbude :D Allerdings waren wir so viele, dass wir uns auf zwei Häuser aufgeteilt haben und wir waren natürlich das deutlich lautere, weil wir ja alle Kinder am Start hatten. Nichts da mit gemütlich ausschlafen oder so. Karfreitag haben wir dann also alles zusammen gemütlich am Seeufer im Garten und glücklicherweise auch wieder im Sonnenschein verbracht. Aber weil alle recht erschöpft von der langen Fahrt oder dem Abend davor (ein Teil war schon Gründonnerstag gekommen) waren, sind alle früh schlafen gegangen, weil sowieso der Samstagabend das große Highlight werden sollte, weil im örtlichen Pub irgendeine recht bekannte und erfolgreiche Band aus den 80ern gespielt hat. Und nebenbei war der Leadsänger Brian (Nachname hab ich leider vergesen) ein guter Freund meiner Gasteltern und hatte auch auf ihrer Hochzeit gespielt. Der Abend versprach also viel - für alle außer mich, die Babysitterin. Da war ich dann schon etwas traurig, weil diesmal ja auch "Hostcousins und Hostcousinen" in meinem Alter dabei waren. Zur Entschädigung sind meine Gastmutter und ich allerdings morgen erstmal shoppen gegangen und ich bin ziemlich gut davon gekommen :))
Abends haben sich dann alle fertig gemacht, während ich mir eine Spaghettischlacht geliefert habe, aber wenigstens musste ich nichts von meinem nich vorhandenen Geld in Alkohol investieren. Falsch gedacht. Nach einer Stunde kam Dan nämlich schon wieder nach hause, weil er schon den ganzen Tag im Pub war und meinte er bräuchte mal eine kleine Pause und wenn ich wollte, dann könnte ich für einen Stunde oder so gehen. Gesagt, getan und natürlich sind alle meine Drinks bezahlt worden. :) Als ich nach einer Stunde nach hause gegangen bin, um wieder einen Schichtwechsel zu machen, hat er allerdings schlafend auf der Couch gelegen, und auf alle meine Überredungskünste hat er nicht reagiert und mich zurück in den Pub verbannt. Und das hab ich mir nach dem 5. Mal natürlich nicht noch ein 6. Mal sagen lassen, und ich hatte einen der witzigsten Abend während meines ganzen Aufenthaltes bisher. Als wir dann um halb 4 endlich zuhause waren, haben wir noch mit größter Freude Osterhase gespielt, bevor wir quasi tot ins Bett gefallen sind. Und mein 3-Bett Zimmer war am Ende von 5 Leuten belegt. Susannah (30), Jared (um die 27 und schwul) plus sein Freund Lucas, die sich das Ehebett geteilt haben und Sam (23). Am Ende hab ich mich gefühlt wie auf ner Klassenfahrt, weil wir uns noch ne halbe Stunde tot gelacht haben, bevor wir dann endlich eingeschlafen sind. Leider nicht für lange, denn um halb 7 waren die Kids natürlich alle hellwach und super aufgeregt, weil der Osterhase da war und wir mussten alle mit gucken gehen, was es so gegeben hat. Nachdem wir alle dankend unsere Schokolade entgegen genommen hatten, gings dann wieder für 2 Stunden ins Bett. Und die ganz harten (so wie ich haha) sind nach einer Stunde wieder aufgestanden, um in die Kirche zu gehen!
Aufgrund des Samstagabends, von dem beim Osteressen immer mehr Geschichten aufgedeckt wurden, lief am Ostersonntag auch nicht viel mehr als dieser unfassbar grandiose Lunch und ungefähr 3 Filme gucken. Montags gings dann aber wieder erholt nach hause ins lausig kalte Woodend, wo man den Herbst nicht mehr länger weg diskutieren kann. :(
Alles in allem aber ein für mich sehr erflogreicher Trip und auch die beiden Wochen danach waren super, aber ich will euch nicht vollkommen zutexten, also gibts Teil 2 morgen oder im Laufe der Woche. Versprochen! :)
Bis dahin, alles Liebe, Grüße und Küsse!

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Ich hätte lieber ein Hund als Haustier, als ein Opossum!

Dienstag, 01.04.2014

Hallo ihr Lieben!

Ich bin ja ganz überwältigt von mir selbst, dass ich diesmal nur knapp eine Woche gebraucht habe, um etwas neues zu posten. Es ist zwar nicht besonders viel, aber dann häuft sich nicht wieder alles so an.
Nunja, zu allererst gibts mehr oder weniger traurige Neuigkeiten. Ich muss meine allerliebste Gastfamilie leider in 10 Wochen verlassen, weil es Probleme mit Flug und Visum gab, sodass ich doch zum ursprünglichen Plan zurück gehen musste und irgendwann im September wieder zuhause aufkreuzen werde. Das ist mit einem schrecklich weinenden Auge verbunden, weil die ganze Bande hier viel zu sehr ins Herz geschlossen habe und auf der anderen Seite freue ich mich auch schon auf zuhause! :)) Aber ein wenig Zeit bis dahin bleibt ja noch, und die wird in vollsten Zügen genossen.

So bin ich also neulich zum Tätowierer gestiefelt und wollte mich mal informieren, weil ich schon seit einiger Zeit darüber nachgedacht hatte, mir endlich mein erstes Tattoo stechen zu lassen. Und hier in Australien gibt es ja keinen, der mir das wieder hätte ausreden können. :P Wie dem auch sei, stand ich dann im Studio, wir haben bisschen gequatscht und als es dann um schnellstmögliche Termine ging, wurde kurz eingeschmissen, dass vor dem nächsten Termin noch eine Stunde Zeit sei, also wurde kurzerhand beschlossen, dass das Ganze ohne große Diskussion einfach durchgezogen wird, bevor es sich doch wieder anders überlegt werden konnte.
Letzten Sonntag gings dann mit Anna-Maria nach Phillip Island, um sie die Pinguinparade anzugucken. Vorher haben wir noch ein paar Stops gemacht, um Koalas, Kängurus und sonstiges australisches Wildlife anzugucken. Hab dann noch einen neuen besten Freund gefunden, mein Mate das Känguru und direkt auch mal abgeknutscht! :D Abends haben wir uns dann an einen der südlichsten Punkte des australischen Festlandes gesetzt und bei gefühlten 5 Grad nachts am Strand gesessen und darauf gewartet, dass 2000 Minipinguine in ihre Nester am Strand watscheln. Ich glaube ich hab bisher kaum was niedlicheres und lustigeres in meinem Leben gesehen. Leider durfte man keine Fotos oder Videos machen. :(

Naja so kam ich halt gestern wieder nach hause, nachdem ich das Wochenende in Melbourne und Philipp Island verbracht hatte und saß gemütlich vorm Fernseher, wunderte mich jedoch über den Zustand meines kleinen Hexenhäuschens, da ich es zwar in Eile, aber bestimmt nicht in solcher Unordnung verlassen hatte. Und außeredm war irgendwas in meinem Kamin zu Bruch gegangen, das samt Schutt und Asche am Boden lag. Ich hab mir zuerst keine Gedanken gemacht, bis ich ein seltsames, kratzendes Geräusch hörte, dass sich als ein Opossum herausstellte, dass bei mir im Flur saß und wieder rauswollte. Ich wusste, dass es auf meinem Dachboden lebt, und vermutlich ist der arme kleine einfach durch den Kamin gefallen. Trotzdem wollte ich nicht mein Bett mit ihm teilen und wurde dann mit Lachtränen in den Augen von meinen Hosts gerettet, weil ich leider nicht mehr vom Schrank runter gekommen bin :D

Langsam aber sicher werden dann hier die Reisepläne geschmiedet und meine Familie macht sich auf die Suche nach meinem Nachfolger. Ich glaube die nächsten 5 Monate werden noch schneller vergehen, als die letzten 6 1/2 .

Bis ganz bald also
Gruß und Kuss aus Australien
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Ready, Set, Go! Halbes Jahr schon vorbei!

Sonntag, 23.03.2014

Hallo ihr Lieben!

Dieses Mal ist es mir ja tatsaechlich mal gelungen nur 2 Wochen Pause zu machen! :) Nachdem ich euch das letzte Mal geschrieben habe, hab ich mich abends dann auf den Weg gemacht, um das neue Maedchen Anna-Maria in Kyneton zu treffen. Zusammen haben wir uns dann ein leckeres Dinner ausser Haus gegoennt und uns auf unser leckeres Mahl gefreut, weil wir jedoch die Karte nicht wirklich verstanden haben (was jedoch nicht am Englisch, sondern an all den anderen Fremdwoertern darin lag) hatten wir dann beide am Ende eine Portion in der Groesse einer Vorspeise. Zwar nicht besonders saettigend, aber super lecker! Und wir haben zusammen unsere Tour nach Phillip Island geplant, die naechstes Wochenende auf'm Plan steht. :)
Am neachsten Tag ging's dann aufs Future Music Festival, und ich muss sagen, dass ich meine 180$ nicht haette besser investieren koennen. Bei strahlendem Sonnenschein (es war tatsaechlich beinahe wieder zu heiss bei 39 Grad) haben wir uns auf die Rennbahn von Melbourne gestellt und auf 8 Buehnen verteilt Martin Garrix, Pharrell, Macklemore & Ryan Lewis und Hardwell gefeiert! Um nur die besten zu nennen. Es war echt einer der besten Tage in Australien bisher!! Am nachsten Tag war dann Feiertag und den haben wir mit der ganzen Familie zusammen im Zirkus verbracht. Das war echt ein schoener und vor allem beeindruckender Tag. Wir hatten echt Spass alle zusammen. Neben Zaubereien, Jongleuren (wieeeee schreibt man dieses Wort!?) war auch ne Lady dabei, die mal eben mit rund 30 Hoola-Hoop reifen getanzt hat (da wurde ich dann von meinem Hostdad aufgefordert, dass bitte zu ueben und ihm auch ne Vorstellung zu geben, aber bitte in entsprechendem Kostuem haha :D) und drei Menschen die sich auf echt grossen Motorbikes in einen echt kleinen Stahlkugelkaefig haben einsperren lassen, um dann darin wie die bescheurten gleichzeitig drin rumzufahren :O
Der Rest der Woche war dann eher wieder ziemlich normal und freitgs hab ich dann die liebe Adina wieder vom Bahnhof abgeholt, weil sie nochmal fuer eine Woche bei mir wohnen sollte. Mittlerweile wohnen wir schon wie Flatmates oder Schwestern zusammen und umso trauriger war ich, als sie dann nach einer Woche wieder ausgezogen ist. Letztes Wochenende war dann auch das Schulfest in Woodend, dass meine Hostmum seit Weihnachten ganz fleissig mitorgnisiert hat. Wir hatten wieder einen schoenen und lustigen Familientag, obwohl sich zu dem Zeitpunkt, der Herbst schon ganz deutlich angekuendigt hat. :(
Sonntags hab ich mich dann um 6 Uhr aus'm Bett gequaelt, um noch nen 9km run rauszuhauen, bevor ich von "Tante" und "Cousin" aus Sydney abgeholt zu werden, um zum Brunch und zum Grand Prix in die Stadt zu fahren. Lachlan (gesprochen Locklyn, keine Ahnung warum die das so komisch schreiben :D) und ich hatten nen super lustigen Tag, leider war ich natuerlich traurig, das Vettel nur 5 Runden durchgehalten hat, aber das Deutschland trotzem als erstes ins Ziel gekommen ist, hat den Australier an meiner Seite doch ziemlich geaergert. Als wir zurueck gelaufen sind, wurde die Strecke geoeffnet und konnten ueber den Racetrack gehen und als die deutsche Hymne kam, hab ich natuerlich alles gegeben und mir die Seele aus'm Leib gegroelt, und mich ziemlich laecherlich gemacht. :D

Obwohl ich meine Gastfamilie ja total liebe, muss ich allerdings zugeben, dass ich nach einem halben Jahr, diese Woche sowas wie einen kleien Durchhaenger hatte, weil ich unter der Woche jeden Tag auf ein neues die gleichen Aufgaben habe, also wirklich genau die gleichen Aufgaben. Allerdings geht's mir jetzt schon wieder deutlich besser. Dieses Wochenende ist das erste seit langem, an dem ich mal nichts besonderes vorhabe, sondern einfach nur vor mich hinchille und einfach mal wieder alle Sachen zuhause organisiere und erledige. Wird aber auch grade ziemlich genossen von mir. :) Ich hoffe, dass zuhause auch soweit alles gut ist, und ihr euch alle am Fruehling erfreut!

Ich vermisse Deutschland!Ein bisschen. ;) xxxxxx

Andere feiern Karneval, ich feier Freiheit! ♥

Samstag, 08.03.2014

G'day Germany!

Mein Plan, nicht wieder so eine lange Zeit zu warten, hat ja super geklappt. Aber das liegt daran, dass ich an den Wochenenden meistens immer unterwegs bin und unter der Woche hab ich keine Zeit und außerdem passiert da auch nicht so außergewöhnlich viel, was sich zu berichten lohnen würde.
Mittlwerweile ist nämlich wirklich wieder so etwas wie ein Alltag eingekehrt, ich arbeite viel, das heißt ich wasche Berge von Wäsche (es ist echt einfach unglaublich, was passiert, wenn ich mal zwei Tage nicht da bin), koche, räume auf, bespaße die Kinder und falle abends einfach nur totmüde ins Bett. In den letzten vier Wochen habe ich auch fast jedes Wochenende mindestens einen Tag gearbeitet und war superoft mit den Kids auch über Nacht alleine (das hat mir dann natürlich auch keine Erholung während der Nacht gegeben, wenn man alle zwei Stunden aufwacht, um eines der Kids wieder zurück in sein Bett zu bringen. Wir nennen das nur noch liebevoll Musical-Beds). So kam es auf jeden Fall, dass eines Sonntagsmorgens meine Hosts von irgendeiner Party wieder zurück gekommen sind und mir als allererstes erklärt haben, dass unsere Farm in akuter Brandgefahr ist. Wir haben also in den nächsten drei Tagen alle im wahrsten Sinne des Wortes auf heißen Kohlen gesessen, und quasi darauf gewartet, evakuiert zu werden. Kurz vor knapp hat sich der Wind allerdings glücklicherweise doch noch gedreht und wir sind verschont geblieben. Die Lage hat sich zwar wieder beruhigt, aber wenn man jetzt über den Highway fährt, sind große Teile einfach abgebrannt. Ich konnte mir zuerst nicht vorstellen, wie das wohl aussehen würde, aber es ist einfach alles schwarz. Der Boden, die Häuser, die Bäume..wir können wirklich von Glück reden, dass es uns nicht getroffen hat.

Leider ist eine meiner wenigen deutschen Au-Pair Freundinnen aus Mt Macedon, Julia, Anfang des Monats weggezogen, allerdings hat sich in Kyneton direkt jemand neues niedergelassen, so dass ich weiter dabei bin tolle neue Leute kennenzulernen, mit denen ich schön weiter meine Wochenende verplanen kann. Denn wie sich herausgestellt hat, ist mein Jahr bis Juni quasi schon vollgepackt mit irgendwelchen Ausflügen, so dass die Zeit nur noch schneller rast!
Ich verbringe im Moment jedoch immernoch die meisten meiner Wochenenden mit der lieben Adina, um jede Minute zu nutzen, in der sie noch bei mir in der nähe ist. So haben wir Mitte Februar erstmal kräftig ihren Geburtstsag gefeiert und sind eine Woche später zusammen nach Ballarat gefahren, um uns das "Phantom der Oper" anzugucken! Und obowhl das ein Laientheater war, waren wir super beeindruckt (und haben uns ziemlich erwachsen gefühlt, weil wir als (mehr oder weniger) Backpacker immer solche Sachen gönnen, wie Funruns, Musical, Ausgehen zum Lunch oder Dinner). Am nächsten Tag gings dan nach Sovereign Hill, einer nachgebauten Stadt, die Zeit des Goldrauschs in Victoria zeigt. Wir haben also gelernt, wie Goldbarren gegossen werde, wie man früher Pillen und Süßigkeiten gemacht hat, ne Soldatenparade gesehen, waren in einer Mine und haben ne Kutschfahrt gemacht. Lustigerweise war einer der Angestellten Schauspieler im Phantom gewesen, sodass wir direkt auch noch ein bisschen prominente Bekanntschaft gemacht haben. Ein anderer hingegen (aber auch Australier), war so froh, zwei deutsche zu treffen, mit denen er über Fußball reden konnte, dass er uns direkt den neuesten Tabellenstand sämtlicher deutschen Ligen verraten hat. :D Nach einem super Tag gings dann also wieder nach hause und zurück an die Arbeit. Mittlerweile hat auch wieder die Uni von meiner Hostmum angefangen und auch Albert, der kleinere Junge geht jetzt einen Tag die Woche für 2 Stunden in den Kindergarten haha. Unter der Woche hat mein Hostdad dann sein neuestes Spielzeug mit nach Hause gebracht, einen neuen Truck, mit dem Bild von John Wayne und dem Spruch "A Man's Got To Do, What A Man's Got To Do". Riiiiiesending. Allein die Reifen sind halb so groß wie ich. Und nen Fernseher gibt's im Schlafbereich und natürlich waren die Jungs super aufgeregt und wurden am nächsten Tag darin zur Schule gebracht. :D

Letztes Wochenende war dann mein lang ersehnter Ausritt durch Highcountry von Victoria. So konnte ich wenigstens mit reichlich Ablenkung der Tatsache entgegensehen, dass ich Karneval verpasst habe. Leider konnte mein Hostdad am Ende doch nicht mit, aber dafür war ich mit Freunden von ihm Unterwegs und einer hatte wenigstens seine Tocher in meinem Alter dabei, und wir hatten einen riesen Spaß. Wenn ihr wissen wollt, wo ich langgeritten bin, dann solltet ihr euch alle auf irgendeine Art und Weise "A Man From Snowy  River" ansehen. ;) Samstagmorgen gings dann nach einer langen Nacht im Merrijig Pub ab aufs Pferd, und ich hab mich so gefreut, endlich wieder im Sattel zu sitzen. Wir waren eine 10-Mann starke Gruppe, und die meisten von uns konnten auch echt gut reiten. So sind wir also durch die Berge galoppiert und über alles was im Weg lag einfach drüber gesprungen. Bis der Baumstamm auf einmal zu groß wurde. Und wir uns unseren eigenen Weg suchen mussten. Offtrack. Und es war steil. Seeeeehr steil. Rauf und runter. Ich war wirklich sehr erleichtert, als wir endlich am Lunchort angekommen sind. Und ehrlich gesagt nocht mehr, als ich am Sonntagabend endlich wieder zuhause war. Ich hatte zwar ein suuper Wochenende, aber ehrlich gesagt, hab ich durchaus gemerkt, dass ich schon etwas länger nicht mehr geritten bin. :D Hab dann diese Woche aber erstmal zwei schöne lange Bäder genommen und dann gings auch schon wieder besser. :)

Am Aschermittwoch gings dann mit meinem Fasten los: Alkohol, Brot und Zucker. Um meine Diät mal ein bisschen in Schwung zu bringen haha :D Wurde ich natürlich gestern direkt auf doe Probe gestellt, als wir das allmonatliche Treffen mit den Freundinnen meine Hostmum und gefühlten 100 Kindern gemacht haben.
Morgen gehts auf Futuremusic Festival, mit vier anderen Mädels, wir freuen uns alle riesig, und Gott sei Dank ist auch der Sommer nochmal wieder gekommen, nachdem wir Mitte Februar schon sowas wie Herbst hatten. Hab ich mal eben wieder 180$ investiert, aber man gönnt sich ja sonst nicht.

Ich hoffe ihr genießt euren Frühling, ich genieße grade mein ganzes Leben! :)
Tausen Küsse, ich vermisse Deutschland
xxxxx

Urlaub vorbei, da verlänger ich erstmal meinen Aufenthalt!

Donnerstag, 06.02.2014

Hallo liebes Winterdeutschland!

Mein Urlaub ist dann jetzt ieider auch vorbei, aber fast 4 Wochen reichen ja auch eigentlich. Nachdem ich das letzte Mal geschrieben habe, habe ich noch zwei richtig schöne Tage in Byron Bay verbracht. Unter anderem sind wir einen Abend in ein anderes Hostel gegangen, um uns eine Talentshow anzusehen. Dieses Hostel nennt sich "ArtsFactory" und ist auch wirklich eine. Die Leute die da wohnen sind komplett in ihrer eigenen kleinen Familie und eigenen kleinen Welt. Teilweise wohnen die Menschen da schon seit Jahren und sind alle komplett verrückt und abgedreht drauf, totale Hippieszene am Start, gemischt mit den australischen Bushbewohnern. Die Talentshow war aber ziemlich witzig und unterhaltsam und am nächsten Morgen wurden sich dann Fahrräder gemietet und wir sind zum Quarry Island in Byron gefahren. Das ist ein superschöner See mit 10000 Seerosen und von Klippen zum runterspringen umgeben. Aber ich hab mich natürlich eh nicht getraut. :D Sonst wurde eher noch passend zum Lebensstil in Byron rumgechillt, weils am nächsten Morgen auch ganz früh rausmusste, weil wir uns den Sonnenaufgang am Lighthouse angucken wollten. Hat uns das Wetter aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, weil es über und über bewölkt war. Am Mittag gings dann zur Gold Coast nach Surfers Paradise, wo wir bei einem Freund meines Hostdads auf einem Hausboot wohnen sollten. Da wir aber zu dem Zeitpunkt schon einen echt langen Tag hinter uns hatten (Viertel vor 5 aufstehen plus eine Stunde Zeitverschiebung nach hinten), hatten wir eigentlich auf nichts mehr groß Lust, aber als wir unser neues Domizil sahen, änderte sich unsere Meinung schlagartig. Das Boot war ein Traum, direkt gegenüber von Sea World und das erste was wir gemacht haben, ist vom Dach in den Ozean zu springen und ne Runde schwimmen zu gehen. :) Auch danach wurde es nicht schlechter, als wir auf unseren hauseigenen Jet Ski gesteigen sind und erst mal auf nen rasanten Trip mitgenommen wurden (rasant in sofern, dass ich ganz hinten fast runtergefallen bin). Und uns hätte ist dort in Surfers einfach nicht besser treffen können. Wir wohnten auf einem Hausboot, hatten einen Jetski, ein Auto, essen umsonst...:) Am nächsten Tag gings dann nochmal auf den Jetski und diesmal haben wir einen richtigen Ausflug gemacht und haben wilde Kängurus gesehen und gestreichelt (habs nach 4 Monaten dann auch endlich mal geschafft). Und wir haben sogar beide gelernt selber den Jet Ski zu fahren! Abends sind dann Adina und ich mit unserem neuen Gastgeber und seinem Freund (nur bemerkt, dass die beiden ca. 60 sind und sich wahrscheinlich einen Ast abgefreut haben, zwei junge Ladies um sich herum zu haben) in eine Bar gegangen und haben uns dann mal richtig einen ausgeben lassen :D später wurde dann noch das richtig spannende Spiel zwischen Nadal und Federer geguckt (sogar ich hab mittlerweile mal die Tennisregeln verstanden, und war echt traurig, dass ich zur falschen Zeit nicht in Melbourne war), aber bevor wir dann zu sehr abgefüllt worden sind, haben wir uns dann doch in unsere Kabine verzogen. Leider war es in dieser Nach reeeelativ windig, so dass wir uns gefühlt haben wie auf hoher See. Halb so wild, mussten am nächsten Tag eh früh raus, um Harry zum Flughafen zu fahren. Ja, wir hatten tatsächlich das Haus und das Auto die nächsten Tage für uns alleine. :) So wurde dann der Samstag in kompletter länge genutzt, denn sobald wir zurück waren (und nach einem kurzen morgendlichen Schwimmen) sind wir dann nach Dreamworld gefahren, Australiens beliebtester Freizeitpark. Und ich hab ja schon relativ viele Parks gesehen, aber dieser gehört definitv zu meinen Lieblingen! Nachdem wir den ganzen Tag dort verbracht haben, gings abends dann in die City, um zu sehen was DIE Partystadt in Australien so kann. Aber weil wir ja nicht direkt in der Stadt gewohnt haben, mussten wir uns wohl oder übel ein Taxi oder den Bus leisten. Dachten wir. Bis wir aus unserem Boot gestolpert sind und doch da tatsächlich einer unserer Nachbarn mit seinem Jet Ski stand. Und wie die Australier so sind, hat der uns dann direkt mal angeboten uns direkt nach Surfers zu fahren! Gesagt, getan. Aber auf unserem Weg, fings auf einmal heftig an zu regnen, also haben wir einen kurzen Stop bei seiner Jet Ski Schule gemacht. Aber dann sind ihm irgendwie seine Zeitpläne durcheinander gekommen und musste ganz schnell Weg zu seinem Drogendealer und hat uns dann kurzerhand alleine dort gelassen. Wir hätten dem locker seinen ganzen Laden ausräumen können, aber weil wir so nett sind, haben wir das natürlich nicht gemacht. Aber nachdem der Typ ca. 45 Minuten immernoch nicht da war, obwohl er "nur 5 Minuten" weg sein wird, haben wir uns überlegt uns selber auf den Jetski zu schwingen (konnten wir ja jetzt). Aber Gott sei Dank, kam er irgendwann wieder. Wir waren natürlich superfroh, dass wir endlich in die City konnten, weil der Alkoholpegel langsam wieder zu sinken begann, bis er uns völlig aufgelöst erklärte, dass er seine Drogen (er war zu dem Zeitpunkt seit 5 Minuten wieder da) irgendwo verloren hat und er sie suchen muss. Also hat er uns zu irgendeinem verlassenen Strand geschleppt, wo wir im Handylicht stundenlang sein Zeug gesucht haben. Und aufeinmal hatte er einen Gedankenblitz, wo es sein könnte und ist wieder für ne halbe Stunde verschwunden. Zu dem Zeitpunkt waren wir uns dann sicher, dass er einfach sein ganzes Speed schon genommen hatte. :D Wie auch immer, sind wir dann irgendwann angekommen und ihn auch losgeworden, so dass wir dann am Ende doch noch ne ganz witzige Nacht hatten. :) Am nächsten Tag war dann Australia Day, den wir größtenteils am Strand und in der Stadt verbracht, und leider auch mit dem ersten Parkticket verbracht haben (50 scheißdollar hat das gekostet). Abends sollte es dann auf ein Partyboot gehen. Und es war bzw. hätte auch eine richtig richtig coole Party sein können, wenn wir nicht mit irgendwelchen Magenverstimmungen gekämpft hätten. Aber Australia Day ist wie bei uns Karneval, einfach ein Tag zum feiern, trinken und gute Laune haben. :)

So wurde dann der Rest des Urlaubs eher gemütlich mit auf dem Hausbootdach sitzen und quatschen verbracht, bis es Dienstag dann nach Melbourne ging. Dort hat uns dann die brüllende Hitze erwartet und wir haben unseren Rückweg in einem Auto angetreten, dass keine Klimaanlage hatte. So waren wir froh, als wir endlich zuhause angeokmmen sind, und für mich war es wirklich wieder dieses Gefühl nach Hause zu kommen! Wir haben also dann zusammen den Rest der Woche in Woodend verbracht, sind zum Hanging Rock gefahren (das ist eine von Woodend Touristenattraktionen, einfach auch nur eine Art "Minigebirge", aber ich war bisher noch nicht dort) und am Wochenende gings dann nach Melbourne. Dort haben wir dann die ganze Stadt erkundet, sind wieder auf den Eurekatower und haben diesmal sogar den Sonnenuntergang mitgekriegt, und haben ein bisschen Chinese New Year gefeiert. Am nächsten Tag gings dann zum Strand nach Williamstown (auch ein Ort an dem ich in Melbourne noch nicht war) und abends haben wir den mit meinen Hostcousinen zusammen verbracht.
Montag gings dann nochmal kurz in die Stadt, bevor es nach Hause ging, wo ich mich ne gute Stunde ins Immigrationoffice gesetzt habe. Nicht dass ich hier einwandern will, aber ich habe nocheinmal entschieden länger zu bleiben und werde mich wohl erst Ende des Jahres in Deutschladn blicken lassen. :) Wenn ich denn mein Visum kriege. Die australischen Behörden sind nämlich noch schlimmer, als die deutschen. -.- Naja, am Dienstag ist dann Adina wieder ausgezogen, so dass ich jetzt wieder alleine in Woodend wohne, aber gestern haben wir uns direkt wieder gesehen, weil wir zusammen unseren ersten 8km Funrun gelaufen sind. Durch den Zoo. :) Das war echt ein cooles Erlebnis, obwohl ich recht enttäuscht war, weil man abends doch nicht mehr so viele Tiere gesehen hat. Aber wenigstens habe ich meinen ersten Charityrun hinter mich gebracht, mal sehen wo das noch hinführt. Als ich dann mitten in der Nacht nach Hause gekommen bin, hatte ich dann noch ein Naherlebnis mit einer Huntsman Spider, die zwar angeblich ungefährlich, aber handgroß sind, in meinem Badezimmer gemacht.
Die nächsten Wochen werden genauso aufregend, wie die letzten und ich freue mich schon riesig darauf. Ich hoffe aber, dass ich etwas öfter dazu komme, Bericht zu erstatten, damit das nicht wieder in 2-stündiger Arbeit endet. ;)

Bis dahin gute Nacht, ich vermisse euch!

xxxxx

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